Prinzenpaar PDF Drucken E-Mail

Das Prinzenpaar der Saison 2009/2010:
Prinzessin Jacqueline I. von der Hagen-Aue und Prinz Thomas III. von der Lichtenburg

Foto: Trinkhaus

Lebenslauf

Jacqueline I. von der Hagen Aue

Liebes närrisches Volk, am 01.03.1991 erblickte ich, Jacqueline von der Hagen Aue das Licht der Welt. Mein Geburtsort war natürlich die Reichstadt Reutlingen. Die ersten Jahre meines Lebens verbrachte ich unter der Obhut der Ammen in der Prinzessinnen und Prinzen-Tagesstätte Am Steinenberg. Auf Grund der Nähe besuchte ich die wohllöbliche Jos-Weiß Schule unterhalb des Steinenberges. Nachdem diese freudigen 4 Jahre zu Ende gingen, wechselte ich auf die Realschule des Dichters Hermann-Hesse. Nach langen Studien dort, erfolgte 2008 die Reifeprüfung, die ich erfolgreich abschloss.

Auch eine Prinzessin darf sich nicht nur mit Tand und schönen Dingen beschäftigen, sondern muss sich den harten Dingen des Lebens stellen. Deshalb beschloss ich auf Wanderschaft zu gehen und in Dettingen/Erms eine Lehre unter der strengen Hand des Zahnmeister Thomas Müller zu beginnen.

Mein größter Wunsch ist Barmherziges zu tun, den Armen und Kranken zu neuen Kaufreuden zu verhelfen. Natürlich hat eine Prinzessin nicht nur die Pflicht Gutes zu tun, sonder darf auch manchmal dem Müsiggang nachgehen. Neben dem Steckenpferd der Reiterei bin ich auch Co-Trainerin der Roten Garde des Männervereins und unterstütze Ihre Lieblichkeit Manuela I. vom Kühnenbach in Ihrer Arbeit. Auch habe ich jahrelang in der Roten und Prinzen Garde des hochgeachteten Männervereins die Menschen mit meinen Tanzkünsten erfreut.

Mein Zuhause ist das kleine Anwesen meiner Eltern in Orschel- Hagen, wo ich mit Ihnen und meiner kleinen Schwester jetzt lebe.

Ich bin sehr stolz und geehrt mit Prinz Thomas III. von der Lichtenburg den Männerverein Reutlingen in der Kampagne 2009/10 vertreten zu dürfen.

Ache-Lau
Jacqueline Krumey



Thomas der III. von der Lichtenburg

Hallo liebe Reutlinger, hier bin „Icke“ seine Tollität Thomas der III. von der Lichtenburg alias Thomas Pernau. Geboren wurde ich am 28.2.1987 im fernen Berlin und lebte in meiner Jugend auf meinem kleinen Landsitz Lichtenburg außerhalb meiner Hauptstadt. Auch eine königliche Hoheit muss sich bilden und da mein Reich so groß ist, besuchte ich die Europaschule.

Um einen Eindruck zu bekommen wie meine Untertanen ihren Lebensunterhalt bestreiten, beschloss ich auch einen bodenständigen Beruf zu erlernen, Elektroniker für Betriebstechnik. Seine Tollität geht nicht nur der schweren Arbeit eines Betriebstechnikers nach, sondern beschäftigt sich mit der Muse. Um das gemeine Volk zu belustigen, spiele ich mit der Gitarre vor oder lege silbrig glitzernde Scheiben mit lieblicher Musik auf. Auch mit Literatur beschäftige ich mich.

Um auch die Randgebiete meines Reiches zu schützen, begab ich mich 2008 in die gefährdete Reichsstadt Reutlingen um dort den treuen Bürgern alarmierende Posaunenanlagen zu bringen die Gesindel und Verbrecher vertreiben sollen. Bei dieser schweren Aufgabe lernte ich bei einem Festbankett zu Ehren ihrer Freundin Annabell die liebliche Prinzessin Jacqueline I. von der Hagen Aue kennen. Ich war von Ihr so angetan, dass ich jetzt beschloss, mit Jacqueline I. von der Hagen Aue unter dem Reutlinger Stadtwappen die Mannen der 1.Reutlinger Karnevalsgesellschaft durch die kommende Närrische Zeit zu führen.

Ache-Lau
Thomas Pernau



 

 

 
 »Wir freuen uns aufs Abenteuer«
 
 VON INGEBORG RÖTHEMEYER
 
 REUTLINGEN. Auch in die Achalmstadt streben die Narren nach der Macht: Die Karnevalsgesellschaft und ihre Narrenzunft Achalmgautscher im Männerverein, so der etwas sperrige Name, macht mobil für die neue Session. Denn: »Wir lassen uns trotz Wirtschaftskrise die gute Laune nicht vermiesen!« Das rief Vorsitzender Michael Frank den rot uniformierten Männern des Elferrats, den buntscheckigen Clowns sowie den Mädchen im weißen Dress der Prinzengarde zu, deren kräftige Achelau-Rufe zum Auftakt der fünften Jahreszeit durch die Räume des altehrwürdigen Gartentors schallten.

 

 Echte Überraschung

Mit Spannung erwarteten alle das große Ereignis des Abends, den ersten Auftritt des Prinzenpaares: Prinzessin Jacqueline I. von der Hagen-Aue und Prinz Thomas III. von der Lichtenburg lächelten tapfer in die Kameras der Fotografen. Das Händchen haltende Paar war für alle eine Riesenüberraschung, denn nicht einmal die Prinzengarde wusste, wer in der bevorstehenden Saison das närrische Zepter hochhalten würde - obwohl Ihre Lieblichkeit aus ihren Reihen kommt.

Seit Jahren schwingt Jacqueline als Gardemädchen das Tanzbein für die Reutlinger Karnevalsgesellschaft. Nun ist die Achtzehnjährige am Ziel: »Es gibt nichts Besseres, das ist mein Traumjob.« Mit femininem Charme präsentierte sie die schmückenden Accessoires einer glanzvollen Prinzessin.

Purpurrot und mit glitzerndem Strass verziert ist ihre seidig schimmernde Abendrobe. Das frisch aufpolierte, mit Blattgold verzierte Krönchen drückt noch ein wenig, aber sie trägt es mit der gebotenen Würde. Vom bürgerlichen Leben als gelernte Zahnarzthelferin macht sie nun erst mal Pause. Statt vielen Menschen »zu neuen Kau-Freuden zu verhelfen«, so ihre humorvolle Jobbeschreibung, wird sie ab jetzt im närrischen Treiben der Achalmstadt die Hauptrolle spielen.

Unterstützt und liebevoll begleitet wird sie dabei von Prinz Thomas III., denn die Beiden sind auch privat ein Paar. So wundert es keinen, dass der junge Mann ohne viel Sträuben und fast freiwillig die Rolle des Prinzen übernommen hat. Trotzdem ist das keine Selbstverständlichkeit, denn den feschen Berliner hat es erst vor wenigen Monaten arbeitsbedingt von der Bundeshauptstadt an die Echaz verschlagen.

Auf einer Geburtstagsparty lernte der Fachmann für Alarmanlagen Jacqueline kennen. Es war Liebe auf den ersten Blick, wird erzählt. Die Integration des Wahl-Reutlingers nahm seither einen so rasanten Verlauf, dass er nun nach eigenen Worten beschloss, »unter dem Reutlinger Stadtwappen die Mannen der ersten Reutlinger Karnevalsgesellschaft durch die kommende närrische Zeit zu führen.«

Souverän lässt Seine Tollität auch schon schwäbische Vokabeln wie »Krombiere« und »Gsälz« in die locker berlinernde Konversation einfließen. Er gehe auch inzwischen »zom Schaffa« anstatt zur Arbeit, ergänzt er lachend. Als bekennender (Baseball-) Mützenträger fällt ihm der Wechsel zur goldbestickten Narrenkappe nicht schwer.

Küsschen und Orden

Dass ihnen um die fünfzig Veranstaltungen in der kurzen Kampagne 2009/2010 bevorstehen, sehen die unverbrauchten Royals gelassen. »Wir sind fit und freuen uns aufs Abenteuer«, sind sie sich einig. Ihrem ersten großen öffentlichen Auftritt, der feierlichen Inthronisation am Samstagabend, fiebern sie schon entgegen. Im Naturfreundehaus Römerschanze in der Marie-Curie-Straße wollen Jacqueline und Thomas die Herzen des Narrenvolkes im Sturm erobern.

Das Küsschengeben können sie bei der gleichzeitig stattfindenden Ordensverleihung ausgiebig üben, auch wenn sie noch nicht gegen die Schweinegrippe geimpft sind. (GEA)